Aus dem leben eines taugenichts

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  • Publié le : 3 avril 2011
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Aus dem Leben eines Taugenichts ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff. Sie wurde 1822/1823 fertiggestellt, aber erst 1826 veröffentlicht. Das Werk gilt als Höhepunkt lyrisch-musikalischer Stimmungskunst und wird als beispielhafter Text für das Leben der Spätromantiker angesehen. Von Eichendorff verwendet bei diesem Werk, wie bei vielen seiner Werke, die offene Romanform und streutzahlreiche Gedichte ein.

Inhaltsangabe

Ein Vater schickt seinen Sohn, den er Taugenichts nennt, in die weite Welt hinaus, da ihm dieser zu Hause die ganze Arbeit allein überlässt. Der Sohn nimmt seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Schon bald hält neben ihm eine Kutsche, in der zwei Damen sitzen, die Gefallen an seiner Musik finden. Sie nehmen ihn mit auf ihr Schloss,nahe Wien, wo er sofort als Gärtnerbursche eingestellt wird. Bald verliebt er sich in die jüngere der beiden Damen. Von der Herrschaft wird er wegen seiner besonderen Verdienste und seines guten Auftretens als Zolleinnehmer eingesetzt. Den Garten des Zollhäuschens befreit er von Kartoffeln, um dort Blumen anzupflanzen, die er regelmäßig seiner Angebeteten hinterlegt. Er beschließt, das Reisenaufzugeben und Geld zu sparen, um es zu etwas Großem zu bringen, und freundet sich mit dem Portier des Schlosses an. Als er jedoch eines Tages seine „allerschönste Frau“ mit einem Offizier auf einem Balkon sieht, packt er seine Sachen und verlässt das Schloss, da sie ihm jetzt völlig unerreichbar erscheint.
Der Taugenichts wandert nun nach Italien und macht auf dem Weg dorthin Station in einemkleinen Dorf. Als er vor dem Wirtshaus sitzt, tauchen plötzlich zwei Reiter auf, die er für Räuber hält. Die beiden verlangen von ihm, sie zum Dorf B. zu führen, und geben sich dann als zwei Maler aus: Herr Leonhard und Herr Guido. Die drei setzen ihre Reise nach Italien gemeinsam fort und sind Tag und Nacht unterwegs. Einmal übernachten sie in einem Wirtshaus. Als der Taugenichts seine Begleiter amnächsten Tag wecken will, findet er nur ein leeres Zimmer vor, in dem ein voller Geldbeutel liegt, der für ihn bestimmt ist. Als der Postillon zur Weiterfahrt drängt, springt der Taugenichts allein in den Wagen. Die Fahrt geht weiter, bis sie ein Schloss erreichen, wo eine alte Frau und ein hagerer Mann den Jüngling empfangen.
Dort wird er nach einem reichen Mahl in ein prächtiges Zimmer geführt undkann nun hier ein Leben führen, „wie sich's ein Mensch nur immer in der Welt wünschen kann“. Eines Tages erhält er einen Brief von seiner „allerschönsten Frau“, die ihn bittet, wieder zu ihr zu kommen, da sie ohne ihn nicht mehr leben könne.
Der junge Mann ist überglücklich und will wieder zurückkehren. Fluchtartig und ohne den Weg zu kennen, verlässt er das Schloss und gelangt schließlich nachRom. Als er durch die Straßen schreitet, meint er auf einmal, die Stimme seiner „schönen Frau“ zu hören, und sieht eine weiße Gestalt. Da sein Suchen jedoch erfolglos bleibt, schläft er im Freien ein. Am nächsten Morgen spricht ihn ein junger Landsmann an. Er stellt sich als Maler vor und nimmt den Taugenichts mit in sein Haus, wo dieser sich einige Bilder anschaut. Dabei entdeckt er zwei Gemälde,die ihm gefallen, und fragt den Maler, ob er sie gemalt habe. Doch dieser antwortet ihm, dass sie von Leonardo da Vinci und Guido Reni gemalt worden seien. Da verkündet ihm der Taugenichts, dass er diese beiden auch kenne, da er mit ihnen Tag und Nacht gereist sei. Der Jüngling erfährt von dem Maler, dass dieser die junge Frau schon gemalt habe, als sie nach Rom gekommen sei, um den Taugenichts,Leonard und Guido aufzusuchen. Voller Begeisterung rennt der Taugenichts hinaus, um das Haus zu suchen, in dem er die weiß gekleidete Gestalt gesehen hat, doch er findet es nicht wieder. Später nimmt der Maler ihn mit zu einem Garten, in dem plötzlich auch ein laut streitendes Paar auftaucht. Es ist die Kammerjungfrau des Schlosses, auf dem auch seine „allerschönste Frau“ wohnt. Sie steckt ihm...
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