Die skins sind wieder da und yildiz hat angst um ihr leben

Disponible uniquement sur Etudier
  • Pages : 5 (1191 mots )
  • Téléchargement(s) : 0
  • Publié le : 10 avril 2011
Lire le document complet
Aperçu du document
Die Skins sind wieder da und Yildiz hat Angst um ihr Leben

Yildiz ging wie immer mit Ulrike und Anna zum Schwimmen, traf sich mit Markus in der Eisdiele, bummelte durchs Warenhaus. Sie hatte immer noch Angst, aber die drei Skins waren verschwunden. Yildiz war froh darüber. Sie dachte, vielleicht war es doch richtig von Murat, ihnen zu zeigen, dass wir nicht wehrlos sind. In einer Woche war ihrVater wieder zu Hause. Da würden sie es wohl nicht riskieren, noch einmal in den Laden zu kommen. Mit Frauen machen sie das schon eher, diese Feiglinge.
Yildiz fuhr mit dem Rad den Weg am Fluss entlang. Sie war bei Ulrike in Lindholz gewesen, keine zehn Minuten mit dem Rad, wenn man die Abkürzung nahm. Es war ein schöner Weg, an den Feldern entlang und dann durch das Wäldchen. Bilder, die Yildizseit ihrer Kindheit kannte: die Stelle, wo die Schiffe anlegten, der Campingplatz, der Dom, der etwas höher stand und von weit her zu sehen war. Es waren schöne und vertraute Bilder.

Als sie die Strasse wieder erreicht, fährt hinter ihr langsam ein Golf. Sie steuert an den rechten Fahrbahnrand, um das Auto vorbeizulassen, aber der Wagen folgt ihr mit der gleichen Geschwindigkeit wie vorher.Yildiz kann den Grund nicht erkennen, denn wenn sie sich umdreht, scheint ihr die Sonne ins Gesicht. Aber es ist nicht möglich, umzukehren oder nach links oder rechts auszuweichen. Aus dem Fenster hört sie laute Musik. Als der Fahrer wieder laut hupt, tippt sie sich mit dem Finger an die Stirn. „Blöde Typen!“
Da überholt das Auto rasch, bremst scharf und stellt sich quer vor Yildiz. Sie muss auchbremsen und fällt vom Rad. Bevor sie aufstehen kann, springen vier maskierte Gestalten aus dem Auto. Yildiz hat sich am Fuss verletzt und schreit laut auf. Einer der Maskierten reisst ihr die Hände auf den Rücken und zieht sie nach oben. Ein zweiter klebt ihr den Mund zu, dann fesselt er auch ihre Hände mit Klebestreifen. Die Männer halten Yildiz fest und schieben sie ins Auto. Schnell fahren siedavon.
Als sie in die Hauptstrasse einbiegen, zieht ihr einer der Maskierten eine Wollmütze über den Kopf. Sie bekommen kaum Luft. Als sie sich zu befreien versucht, wird ihr der Kopf nach unten gedrückt. Die Hand auf ihrem Nacken lässt sie nicht los.

Was wollen die von mir, denkt Yildiz entsetzt. Wohin bringen die mich?
Immer noch sprechen die Männer kein Wort. Dafür kommt laute Musik aus denLautsprechern. „… Juden in die Lager, Türken in den Wald…“ Diese Musik hat sie schon einmal gehört. Bei Ben. Sie hat keine Ahnung, wohin sie fahren. Dann wird das Auto langsamer und der Mann neben ihr zieht sie am Haar hoch. Das Auto hält an. Einer reisst ihr die Mütze vom Kopf und stösst sie aus dem roten Golf. Yildiz sieht, dass man sie in einen Wald gefahren hat. Aber wo ist das? Und waswollen die Kerle von ihr? Sie wird tiefer in den Wald geschoben. Endlich bleiben sie stehen. Bisher hat noch keiner der vier gesprochen. Jetzt zeigt einer auf Yildiz, ein anderer fesselt sie mit Klebestreifen an einen Baum. Yildiz will schreien, aber durch den Klebestreifen auf dem Mund sind die Worte nicht zu verstehen. Einer der Männer, wohl der Anführer, hat eine Pistole in der Hand. Hinter derschwarzen Strumpfmaske sieht Yildiz nur die Augen. Kurz und militärisch befiehlt er: „ Fester binden!“
Die Arme werden ihr noch weiter nach hinten gezogen, das Klebeband noch straffer gezogen. Sie kann nur noch den Kopf bewegen. Der Anführer sagt kurz und scharf: „ Und, Männer? Was machen wir jetzt mit diesem türkischen Dreck?“
Der kleinste zieht plötzlich ein Messer. Er tritt dicht vor Yildiz undschneidet ihr das T-Shirt, die Jeanshose und die Unterwäsche vom Hals bis zum Schritt auf. Yildiz steht halb nackt da. „Bumsen wir sie erst mal!“, schlägt der mit dem Messer vor. Er steckt das Messer weg und beginnt, seine Hose aufzuknöpfen. Yildiz schliesst die Augen. Ihr Herz schlägt wie verrückt. Keuchend ringt sie nach Luft. „Halt!“, sagt der Anführer im Kommandoton. „Wir sind Deutsche! Die...
tracking img