Mein grossvater

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  • Publié le : 30 mars 2011
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Mein Grossvater

Ein vierzigjähriger Mann, dessen Vater ein überzeugter Nazi war, erinnert sich an seine Kindheit.

Mein Vater war der schweigamste Mensch, den ich kannte. Es muss der Krieggewesen sein und seine Erlebnisse, die ihm die Sprache genommen hatten. Dieses Schweigen war furchtbar.
Der entscheidende Mensch während meiner Kindheit war jedoch der Großvater. Er war nicht der richtigVater meines Vaters, ich nannte ihn aber trotzdem Opa. Dieser alte Mann war immer fröhlich, trotz drei Jahren Gefängnis während der Nazizeit.
In einer winzigen Wohnung lebte er mit seiner Frau, derMutter meines Vaters, im Hinterhof eines alten Hauses. Überall lagen Bücher und Zeitungen.
Diese beiden alten Menschen waren mein Zuhause. Jeden Nachmittag nach der schule war il bei ihnen. Währenddes Vormittags hatte Opa schon alle Zeitungen gelesen und einige Artikel herausgeschnitten, um sie mit mir zu besprechen. Natürlich, kam des Gespräch sehr oft auf die Nazizeit.
Je älter ich wurde,desto mehr Fragen stellte ich. Ich sass nicht mehr nur ruhig da und hörte zu.
Irgendwann einmal sprachen wir von meinem Vater. Ich wusste dass die beiden nichts miteinander zu tun haben wollten. AlsGrossmutter aber hereinkam und uns den Kaffee brachte, sagte Opa nichts mehr und löffelte in seinem Kaffee. "Erzähl doch weiter", sagte Grossmutter. opa blieb stumm. "Ewig kannst du ihm die Wahrheitauch nicht verschweigen", fuhr Grossmutter fort.
"Wenn du es nicht erzählst, werde ich es tun " sagte Grossmutter. Opa ass seinen Kuchen weiter.
"Dein Vater war es ", sagte Grossmutter, "er hat Opaverraten. Deshalb sass er drei Jahre im Gefängnis."
Ich wartete lange, bis ich mit meinem Vater darüber sprach. Er sah mich an mit seinem müden Augen, stand auf und ging aus dem Zimmer, ich habe dasThema auch nie wieder angesprochen.
Da gab es eine Mauer die ich nicht durchbrechen konnte und auch nicht wollte. So liess ich's. Ging weiter zur Schule, machte das Abitur und begann zu studieren....
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