Baader

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Rote Armee Fraktion
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| Dieser Artikel behandelt die Rote Armee Fraktion, zu weiteren Bedeutungen vonRAF siehe RAF (Begriffsklärung). |

Das Logo der RAF: ein Roter Stern und eine Maschinenpistole Heckler & Koch MP5
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und weiteren Personen gegründet. In ihrem Selbstverständnis betrachtete sichdie Gruppe als kommunistische, antiimperialistische Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild ähnlich den Tupamaros in Uruguay. Sie war verantwortlich für 34 Morde, zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate. 1998 erklärte sie ihre Selbstauflösung. Bis dahin waren auch 27 Mitglieder und Sympathisanten der RAF durch Fremdeinwirkung, Selbstmord, Hungerstreik oder Krankheit ums Lebengekommen.[1]
Inhaltsverzeichnis[Verbergen] * 1 Hintergrund * 2 Geschichte * 2.1 Vorgeschichte * 2.2 Erste Generation * 2.3 Zweite Generation * 2.4 Dritte Generation * 2.5 Auflösung * 2.6 Angeblich vierte Generation * 3 Ideologie * 3.1 „Das Konzept Stadtguerilla“ – April 1971 * 3.2 „Stadtguerilla und Klassenkampf“ – April 1972 * 3.3 „Die Aktion desSchwarzen September in München“ – November 1972 * 3.4 „Guerilla, Widerstand und antiimperialistische Front“ – Mai 1982 * 4 Rezeption * 5 Inhaftierungen * 6 Siehe auch * 7 Filme * 8 Literatur * 9 Weblinks * 10 Einzelnachweise |
Hintergrund
In den 1960er-Jahren wuchs in der Bundesrepublik eine Generation heran, die das Verhalten ihrer Eltern während des Nationalsozialismuskritischer betrachtete. Der Kapitalismus, die parlamentarische Demokratie und die bürgerlichen Lebensformen wurden in Frage gestellt.[2] Verstärkt durch die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung und den Vietnamkrieg entstand in Teilen der Gesellschaft eine ablehnende Haltung gegenüber der Politik der USA. In den großen Universitätsstädten Westeuropas kam es zu Demonstrationen der Studenten gegen dieUS-amerikanische Politik, wobei oft auch andere Themen kritisch angesprochen wurden. In der Bundesrepublik entstand aus der Studentenbewegung die außerparlamentarische Opposition, die jedoch bereits 1969 zerfiel. Die stärker politisierten Jugendlichen nahmen das Ende der Bewegung als Niederlage wahr und versuchten ihre politischen Ideale auf anderen Wegen zu verwirklichen. Viele wurden Mitglieder derSPD oder versuchten anders den Marsch durch die Institutionen.
Die RAF verstand sich als Teil des internationalen Antiimperialismus und war der Ansicht, dass der bewaffnete Kampf gegen den so genannten „US-Imperialismus” auch in Westeuropa geführt werden müsse. In Teilen der ehemaligen Studentenbewegung, den K-Gruppen und aus anderen Kreisen der Bevölkerung gab es zunächst Sympathien für dieGruppe. Dies äußerte sich etwa in Unterstützungsaktionen und einer weitverzweigten, halblegalen Unterstützer-Logistik, vor allem durch die Rote Hilfe. Auch die Liste prominenter Verteidiger der ersten Generation ist ein Indiz dafür. Die zweite Generation hatte aufgrund der Wahl ihrer Anschlagsziele diese Basis größtenteils verloren und operierte als klandestine, militante und abgeschottete Gruppierungnoch entfernter von der Entwicklung der öffentlichen Meinung der Bundesrepublik.
Es lassen sich mehrere Generationen unterscheiden, zwischen denen jeweils keine oder nur geringe personelle Kontinuität vorhanden war. Die im Wesentlichen drei Generationen unterscheiden sich zudem durch Organisationsstrukturen und Veränderungen in Theorie und Praxis. Trotzdem stellt das Generationenmodell eine...
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