Le rolle de la femme en rda

Disponible uniquement sur Etudier
  • Pages : 5 (1060 mots )
  • Téléchargement(s) : 0
  • Publié le : 10 octobre 2010
Lire le document complet
Aperçu du document
Die Rolle der Frau in der „realsozialistischen“ Praxis der DDR
Frauen- und Männerbilder in der DDR

Auf Grund der Kriegstoten und Gefangennahmen in Folge des 2. Weltkrieges bestand in der damaligen SBZ im Jahr 1945 ein demografischer Frauenüberschuss von 57,5%.
von daher mussten Frauen arbeiten gehen um den Aufbau der SBZ zu sichern.
Sie genossen allerdings einen besonderen Schutz imArbeitsprozess, sowie den staatlichen Schutz von Mutterschaft. Ferner sollten Mann und Frau die gemeinsame Verantwortung für die Erziehung der Kinder tragen.
Basiert auf den Theorien von Marx, Engels und Bebel, wurde in der DDR die Nichterwerbstätigkeit der Frau als Hauptfaktor für ihre Unterdrückung gewertet und damit ihre Einbeziehung in den Erwerbsprozess begründet. Häusliche Arbeit galt quasi als„unproduktive“ (unbezahlte) Arbeit, also „Nicht- Arbeit“.

Um Frauen zur Berufstätigkeit zu motivieren, gab es Anreize sowie moralischen und ökonomischen Druck. Zu den Anreizen zählte die Öffnung fast aller Berufszweige für Frauen, die gesetzliche Festschreibung der gleichen Bezahlung der Geschlechter für gleiche Arbeit, Frauenqualifizierungsmaßnahmen, die Schaffung von Kinderkrippen-,Kindergarten- und Hortplätzen, die Einrichtung von Dienstleistungszentren sowie eine Reihe von anderen sozialen Vergünstigungen für Mütter. Der ökonomische Druck beruhte auf der Tatsache, dass auf Grund der Gehaltsstruktur der DDR eine Familie in der Regel darauf angewiesen war, dass beide Partner berufstätig waren, um einen ausreichenden wirtschaftlichen Lebensstandard erreichen zu können, während dermoralische Druck in der staatlichen Propagierung und der gesetzlichen Festschreibung der „Pflicht zur Arbeit“ begründet lag.

So wurden in den 50er Jahren verstärkt Frauen für die Arbeitswelt geworben, was als „Aufbruch in eine neue Gesellschaft“ gelten sollte. Allerdings waren für die sich im Wiederaufbau befindende Wirtschaft der DDR Frauen als Arbeitskräfte unentbehrlich, da viele Bürgerinnen inden Westen abgewandert waren sowie den meisten Frauen das Familienleben wichtiger erschien als die Erwerbstätigkeit.

In den 60er Jahren wurde dann die qualifizierte Erwerbsarbeit propagiert. Die Frau mit Facharbeiter-, Fachschul- oder Hochschulabschluss, aber die auch als Mutter glänzte wurde als Vorbild gesehen.
Hintergrund war zu dieser Zeit der starke Geburtenrückgang sowie der Wunsch nachTeilzeitstellen von vielen Frauen, die offensichtlich der doppelten Belastung der „wie ein Mann“ arbeitenden „Mutter“, die dabei noch „eine richtige Frau“ bleiben sollte nicht standhielten. Zur Umsetzung des neu formulierten Familienleitbilds wurde erstmals Kindergeld für kinderreiche Familien ausbezahlt.
Dieses Leitbild der Frau blieb dann auch bis zum Ende der DDR 1989/90 bestehen, in demHausfrauen, kinderlose Frauen und Rentnerinnen nicht vorkamen.

In den 1970er Jahren richtete sich, auf Grund des Geburtenrückgangs, der Verringerungen der Anzahl an Eheschließungen und dem Anwachsen der Scheidungszahlen in der DDR, das Hauptaugenmerk der Staats- und Parteiführung auf das bereits im Familiengesetzbuch von 1965 festgeschriebene Ideal der Kleinfamilie mit zwei bis drei Kindern. UmAnreize für (möglichst frühe) Eheschließungen und Geburten zu schaffen, beschloss die SED-Regierung 1972 die Einführung des zinslosen „Ehekredits“ in Höhe von 5000 M (und 7000M in 1976), der gewährt wurde, wenn die Paare bei der Eheschließung jünger als 26 Jahre alt waren und zum ersten Mal heirateten. Dieser Kredit konnte durch die Geburt von Kindern „abgekindert“ werden, das heißt, diezurückzuzahlende Summe reduzierte sich pro Kind und wurde mit der Geburt des dritten Kindes vollständig erlassen. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen zu erleichtern.
Seit 1972 wurde bei der Geburt jedes Kindes eine Beihilfe von 1000 M gezahlt, der Schwangerschafts- und Wochenurlaub wurde auf 18 Wochen ausgedehnt und alleinstehenden Müttern...
tracking img