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Pages: 171 (42545 mots) Publié le: 6 mai 2010
Platons Idee des Guten in der „Politeia“

Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg

vorgelegt von SUNGWHAN LIM aus Seoul, Korea

Heidelberg 2005

I N HALT

Einleitung

…………………………………………………. …………………………………….

1 6 12 12 17 19 20 30 36 43

I. Jeder tut das Seinige

II. Einführung in die Idee des Guten.................................. 1. Der Programmentwurf ................................................ 2. Die symphytische Natur .............................................. 3. Das Megiston Mathema .............................................. 4. Der längere Weg und seine Merkmale ........................ 5. Die gängige Vorstellung über das Gute ..................... 6. Die Eigenart des Guten........................................... 7. Die Zurückhaltung Sokrates’ .....................................

III. Die Gleichnisse und die Dialektik ...................................... 51 1. Das Gleichnis .................................................................... 51 2. Das Sonnengleichnis ......................................................... 53 3. Das Liniengleichnis.......................................................... 73 4. Das Höhlengleichnis ......................................................... 92 5. Die Dialektik ...................................................................... 105 Literaturverzeichnis ................................................................... 122

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EINLEITUNG

Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, Platons Konzeptionder Idee des Guten (hJ ijdeva tou÷ ajgaqou÷) in der „Politeia“ verständlich zu machen. Das Problem des Guten, das im höchsten Maß die sokratische Ethik prägt und im sokratischen Kreis weitgehend diskutiert wurde, wurde auch zum platonischen Philosophem schlechthin. Obwohl es auch noch in manchen Dialogen angedeutet und dargestellt wurde, wurde es nirgends in Corpus Platonicum so ausführlichbehandelt wie in der „Politeia“, ausführlich in dem Sinne, daß es hier im engeren Zusammenhang mit leitenden Themen zur Betrachtung kommt. Betreffs der Idee des Guten steht also die „Politeia“ im Vordergrund der Diskussion. Da wir ein philosophisches Problem in gewissem Sinne nur anhand vom Text erörtern können, scheint es angemessen zu sein, die Idee des Guten ausschließlich so, wie sie in der„Politeia“ dargestellt worden ist, zu untersuchen. Sie ist das unumstrittene Kernstück der Philosophie Platons, gilt jedoch seit der Antike als notorisch dunkle Frage1. Von der durchaus kritischen Stellungnahme Aristoteles’ zu diesem Thema (EN. I.4) über die neuplatonische Aneignung der Überseiendheit bis heute wurden etliche Deutungsversuche unternommen. Einige Fragen sind jedoch noch nicht hinreichendbeantwortet worden oder gar nicht einmal gestellt. Besonders die ontologische Stellung der Idee des Guten, die einerseits im Unterschied zu den anderen Ideen jenseits der Ousia liegen und andererseits das Glänzendeste der Seienden sein soll, wird nur als widersprüchlich aufgefasst. Epistemologisch ist auch zu fragen, wie die Idee des Guten als Grund der Erkenntnis auch erkennbar ist. Neben denbestehenden Unklarheiten stellt sich vor allem entschieden wichtig die Frage, warum die allerhöchste Idee gerade das Gute zum Inhalt hat. Der gesamte Themenkomplex der ‚Politeia’ entzieht sich jedem engaufgefassten Verständnis dieses monumentalen Werkes, das die Polis im Ganzen zu seinem Gegenstand macht. Der Titel ‚Politeia (politeiva)’,
Adam, J.: The Republic of Plato, ed. With Critical Notes,Commentary and Appendieces, Second Edition with an Introduction by D.A.Rees, Cambridge 1963. II. 50f.
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die von povlis abgeleitet ist und für die aber historisch keine einheitliche Bedeutung herausgestellt werden kann, impliziert schon die Behandlung der Themen im Hinblick aufs Ganze. Die traditionellen Übersetzungen, der Staat, die Bürgerschaft, die Verfassung usw., stellen zwar die...
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