Ein beitrag zum islamischen recht

Disponible uniquement sur Etudier
  • Pages : 14 (3400 mots )
  • Téléchargement(s) : 0
  • Publié le : 3 août 2010
Lire le document complet
Aperçu du document
Martin-Luther-Universität Juristische Fakultät Sommersemester 2006 Prof. Dr. Gruber, U. P.

Ein Beitrag
Zum islamischen Recht

Eine Seminararbeit in
Rechtsvergleichung


Vorgelegt von
Hafid Jarraf

Inhaltverzeichnis:
Vorwort 2
Die Scharia- das islamische Recht 2
1. Die vier Säulen der Rechtswissenschaft 31.1. Der Koran 3 1.2. Die Sunna 3 1.3. Idschma 4 1.4. Qiyas 4
2. Die weitere Rechtsquellen 5
2.1. Das Gewohnheitsrecht 5 2.2. Die Entscheidung nach eigenem Gutdünken (Ra'y des Juristen) 5 2.3. Der Idschtihad 5 2.4 Die Fatwa 6
3. Die Rechtsschulen 7
3.1. Die hanafitische Schule 7 3.2. Die malikitische Schule 7 3.3. Die schafiitische Schule 8 3.4. Die hanbalitische Schule 8
4. Handlungen desMenschen 9
4.1. Die fünf Kategorien für Verhalten 9 4.2. Anwendung der Scharia in der heutigen Gesellschaft………………………...10
5. Ehe 10
6. Erbrecht 11
7. Stiftungen 11
8. Geltungsbereich 12
Ausblick 12
Bibliographie 13

Vorwort :
Vor dem Islam herrschte in der arabischen Halbinsel, ein totales Chaos. Eine beduinische Gesellschaft bestand aus verschiedenen Stammverbänden, bei denenverschiedene „Stammesgesetze“ galten, eine Art Gewohnheits- bzw Traditionsrecht. Als der Islam kam, hatte er ein einheitliches zwingendes Recht zur Anwendung gesetzt, das für alle Musilme galt ohne Rücksicht auf der Herkunft (Araber, Nichtaraber), und sogar auch für die Nichtmuslime , was die Scharia bedeutet.
„Islam heißt Unterwerfung unter Gott. Diese Unterwerfung wird umfassend verstanden. Siebetrifft die innere Glaubensüberzeugung ebenso wie religiöse Praxis und die Lebensführung und ist sowohl auf das Diesseits wie auf das Jenseites ausgerichtet“ .
Die Scharia - das islamische Recht
Die Scharia ist das arabische Wort für "der deutliche, gebahnte Weg" (zur Tränke) , ist der Sammelbegriff für islamische Lebensregeln, religiöse Pflichten und das religiös begründete, auf Offenbarungzurückgeführte Recht des Islam .
Es regelt nicht nur Rechtsfragen, z.B. Ehe- oder Strafrecht, sondern beinhaltet auch Kultvorschriften, Normen der Sozialethik und stellt somit eine umfassende Lebensordnung dar. Strafmündig ist im Islam jeder, der geschlechtsreif ist: Mädchen sind es mit neun, Jungen mit 15 Jahren.
Mit der Neugründung islamischer Nationalstaaten hat sich fast überall ein modernes Zivil-und Strafrecht gegenüber der Scharia durchgesetzt, so ist die Türkei laut Verfassung ein säkularer Staat, dessen Verfassung keinen Bezug auf das islamische Recht nimmt, während andere Staaten (etwa Pakistan oder Sudan) beschlossen haben, die Scharia zur Grundlage der Rechtsprechung zu machen. Das kann in der Praxis heißen, dass neue Gesetze von islamischen Juristen auf ihre Vereinbarkeit mit demüberlieferten islamischen Recht überprüft werden.
Dazwischen stehen Staaten wie Malaysia, die sich zwar als islamischen Staat bezeichnen, deren Gesetzgebungsverfahren aber säkular, also rein aufgrund Mehrheitsentscheidung des Parlamentes erfolgt. Saudi-Arabien hat den Koran zur Verfassung seiner Monarchie erklärt, hat in der Praxis natürlich trotzdem andere Rechtsquellen heranzuziehen .

1.Die vier Säulen der Rechtswissenschaft
Die Quellen der Scharia und somit auch die Rechtsquellen des islamischen Rechts wurden im sunnitischen Islam im 9. Jh. n. Chr. durch den Begründer der schafiitischen Rechtsschule Schafi'i systematisiert. Die auf ihn zurückgehende Lehre von den "Grundlagen der islamischen Jurisprudenz" (usul al-fiqh) nennt als abschließende Quellen der Scharia: den Koran, diesunna, den Konsens der Rechtsgelehrten (idschma) und den Analogieschluss (qiyas):
1.1. Der Koran
Ist für Muslime das unmittelbare Wort Gottes und die erste Rechtsquelle, der sowohl Normen als auch bestimmte Prinzipien (maqasid) beinhaltet, diese göttliche Natur und die in ihm enthaltenen Regeln machen ihn theoretisch universell und zeitlos gültig. Der Koran ist in arabischer Sprache...
tracking img