Un-klimakonferenz in kopenhagen

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  • Publié le : 28 décembre 2010
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UN-Klimakonferenz in Kopenhagen

1. Inhalt der Klimakonferenz
Mit der Industrialisierung wurden neue Technologien entwickelt, welche die Umwelt massiv verschmutzen. Die grosse Verfügbarkeit von fossilen Rohstoffen wie Kohle und Erdöl, der zunehmende Reichtum der Bevölkerung und neue Entwicklungen wie die Erfindung des Fliessbands durch Henry Ford liessen den Kohlendioxidausstoss im 20.Jahrhundert in die Höhe schiessen.
Später wurde erkannt, dass die erhöhte Konzentration an CO2 und anderen Treibhausgasen die durchschnittliche Temperatur ansteigen lässt. Erst als die Resultate der Klimaforschung zeigten, dass die Folgen der globalen Erwärmung für die Menschheit eine existenzielle Bedrohung darstellen, wurde die internationale Gemeinschaft aktiv. 1995 fand schliesslich die ersteUN-Klimakonferenz in Berlin statt. 1997 wurde mit dem Kyoto-Protokoll erstmals ein bindendes Abkommen geschlossen, das den Treibhausgasaustoss reduzieren sollte.
Allerdings wurde das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls schon früh gefährdet, als die Regierung der Vereinigten Staaten unter George W. Bush bekannt gab, es nicht zu ratifizieren. Durch die Teilnahme Russlands konnte das Abkommenschliesslich doch in Kraft treten, da damit 55 Länder das Abkommen ratifiziert hatten, die für mindestens 55 % des globalen Treibhausgasaustosses verantwortlich waren. Die unterzeichnenden Staaten verpflichteten sich zu variablen Emissionsreduktion bis zum Auslaufen des Vertrages 2012. Allerdings legte das Kyoto-Protokoll für die Entwicklungsländer, insbesondere China, keine Reduktionsziele fest.
Um eineFortsetzung des Kyoto-Protokolls zu beschliessen, fand 2009 in Kopenhagen die 15. UN-Klimakonferenz statt. Die 192 teilnehmenden Staaten verhandelten über Reduktionsziele. Dabei stand der Konflikt zwischen den Entwicklungs- und Industriestaaten im Vordergrund, bei welchem Erstere sich hauptsächlich als Opfer des Klimawandels sahen und demzufolge Letztere in der Pflicht sahen, ihre Emissionen zureduzieren. Das eigentliche Ziel der Klimakonferenz war es, ein bindendes Abkommen als Fortsetzung zum Kyotoprotokoll zu verabschieden.

2. Ablauf
Die UN-Klimakonferenz fand vom 7. bis 18. Dezember 2009 statt. Der Konferenzverlauf wurde von teilnehmenden Landesvertretern insgesamt als chaotisch und schlecht organisiert wahrgenommen.
Zu Beginn wurde die Verhandlung von der EU-KlimakomissarinConnie Hedegaard geleitet, bevor der dänische Ministerpräsident Lars Rasmussen die Leitung übernahm. Die Konferenz war von Anfang an vom Konflikt zwischen Entwicklungs- und Industriestaaten geprägt. Die Entwicklungs- und Schwellenländer sahen die Industriestaaten als Hauptverantwortliche für den Klimawandel. Deshalb forderten sie finanzielle Hilfen für die eigene Reduktion der Emissionen einerseitsund für die Bewältigung der damit verbundenen Probleme andererseits (polluter-pays-Prinzip). Dass die Entwicklungsländer offenbar nicht zu Emissionsreduktionen bereit waren, zeigte der Eklat, den das sogenannte Danish paper auslöste, das ebendieses forderte. Eine Kompromissformel, die zwischen amerikanischen und chinesischen Vertretern ausgehandelt worden war, wurde im weiteren Verlauf derKonferenz verworfen. Als schliesslich die Konferenz resultatlos zu enden drohte, wurde zum Schluss der Konferenz eine politische Absichtserklärung „verabschiedet“, in der festgehalten wurde, dass die Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen eigentlich wünschenswert wäre. Als Ziel wurde eine Beschränkung der Erwärmung von 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau genannt.
Die Konferenz wurdebegleitet von teilweise heftigen Demonstrationen, bei denen zahlreiche Demonstranten festgenommen wurden.

3. Wichtigste Forderungen der wichtigsten Akteure
Bei der diesjährigen Klimakonferenz waren alles Staaten der Erde vertreten (insgesamt 192 Staaten). Ausserdem waren NGOs (Non-Governmental Organizations) und zahlreiche Umweltschutzorganisationen vertreten.

Die wichtigsten Akteure:...
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